Alltag während Corona
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Spielzeit vs. Playtime:
Vom Kinderzimmer zum Gaming-Raum

Klar, die Entwicklung vom süßen Jungenzimmer zum Gaming-Raum hat nicht nur mit Corona zu tun – etwas beschleunigt haben dürfte die Pandemie diese Entwicklung aber trotzdem. Schließlich ist jede Menge Technik für das Homeschooling dazugekommen, die ja auch irgendwo untergebracht werden muss. Also: erstmal Platz schaffen. 

Die große Kommode mit Unmengen von Spielzeug musste in ein anderes Zimmer ziehen, dafür steht dort nun ein Ausziehsofa für Übernachtungsbesuch. Auch ein paar Spielzeugkisten mit Autos und Playmobil wurden aussortiert. Die Sachen sind gut verpackt in den Keller gewandert.

Dort, wo  früher ein Nachttisch und jede Menge Krimskrams beheimatet war, ist nun ein neuer Tisch für Playstation, Monitor und das ganze andere Zeug.

Die Playstation stand anfangs noch im Wohnzimmer – doch wer zockende Kinder hat, weiß, wie nervig das werden kann (zum Fornite-Beitrag gehts hier). Irgendwann im vergangenen Jahr  – mit elf Jahren – durfte mein Sohn die PS4 in sein Zimmer stellen. Zuvor hatte er schon einen Laptop fürs Homeschooling bekommen – und sich einen Gaming-Monitor zum Geburtstag gewünscht (und bekommen). Dazu kam dann schnell ein Headset, ein Mikrofonarm und eine neue Gaming-Tastatur. Und natürlich ein ordentlicher Stuhl. Die Ausstattung – selbst erspart, Geschenke zum Geburtstag und Weihnachten – wuchs so schnell, dass einem schwindelig werden konnte.

Aber irgendwo musste das ganze Equipment ja auch verstaut werden. Auf der Wunschliste stand dann also auch ein Gaming-Tisch. Meine Bedingung: Der ganze Elektro-Kram steht auf dem Gaming-Tisch, der Schulschreibtisch bleibt einigermaßen frei fürs Lernen. Da sitzt mein Sohn dann also in seiner Schreibtischecke wie ein Vorstandsvorsitzender. Dass ich als Redakteurin Zuhause mit meinem schmucklosen Laptop am Esstisch sitze, muss ich wahrscheinlich nicht erwähnen, oder? Irgendwas läuft hier falsch…

Es ging noch weiter. Nächste Maßnahme war das Anbringen diverser LED-Strips. Per Fernbedienung umschaltbar. Rot habe ich verboten, wenn, müssen die Rollos unten sein. Sind ja nicht käuflich hier.

Letzte Ergänzung für das Zimmer war ein Sternenprojektor – mal wieder als Trend gesehen auf Tiktok und Youtube. Den finde aber zugegebenermaßen selbst ich cool.

Sternenprojektor, Uhr – und einige wenige Fernbedienungen

Die Reise ist allerdings noch lange nicht zu Ende. Nächste Station ist dann wohl ein Gaming-PC, mein Sohn spart schon fleißig. Ich werde berichten, wenn es soweit ist.

 

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