Autor: Melanie

Einschulung – und dann im Zeitloch

Schon vorher wurde ich gewarnt: Wenn dein Kind erst mal in der Grundschule ist, dann rast die Zeit – kaum schaust du dich um, schwupps, vorbei sind die ersten vier Schuljahre. Und tja, was soll ich sagen: In einer Woche kommt mein Sohn in die dritte Klasse, und ich habe das Gefühl, seit der Einschulung sind auf KEINEN Fall schon zwei Jahre vergangen. Wo ist nur die Zeit geblieben…er kann lesen, schreiben, rechnen. Ist so selbstständig geworden, ein kleines Stück mehr unabhängig. Diskutiert wie ein Großer – um dann doch wieder so anlehnungsbedürftig zu sein wie früher. Denke ich an die Einschulung, dann sind da Sentimentalität und Glück. Glück angesichts des wunderschönen Tages – aber auch wieder die Mischung zwischen Wut und Lachanfall. Denn Abend für Abend saß ich in der Küche und habe versucht, mit der Heißklebepistole sein Wunschmotto “Transformers” kreativ auf der Schultüte zu verbasteln. Die sehr gut ankam bei meinem Sohn – während ich die ganze Zeit Angst hatte, dass sich die Tüte in ihre Bestandteile auflöst. Aber, wie sagt der Kölner: …

Premiere: Der erste Musical-Besuch meines Sohnes

Ob “Mamma Mia”, “König der Löwen” oder “We will rock you”: Ich liebe Musicals. Meinem Sohn wollte ich unbedingt auch diese tolle, bunte Welt näher bringen – aber so, dass er auch etwas davon hat (und ich natürlich auch). Der richtige Zeitpunkt war in diesem Sommer gekommen: Mein Sohn wird im September neun und erfüllt damit meiner Meinung nach einige wichtige Kriterien: Er versteht die Geschichte, die ja schnell, bunt und zum großen Teil sehr laut erzählt wird Er kann zwei Stunden am Stück stillsitzen Er hat wirklich Lust auf den Besuch und freut sich darauf Die Punkte lesen sich auf den ersten Blick banal, ich habe es aber schon oft erlebt, dass quengelnde Kleinkinder den Umsitzenden den Abend (oder Nachmittag) verderben, für den man ja viel Geld ausgegeben hat. Aber zu den quengelnden Kindern später mehr… Aladdin! In diesen Sommerferien war es also soweit. Wir haben uns das Musical “Aladdin” ausgesucht. Erstens kennt mein Sohn die Geschichte (die wir am Abend vorher aber noch einmal gelesen haben), und bei einem Disney-Stück kann man bei …

August 2017:
Schiff Ahoi!

In dieser Rubrik zeige ich Euch, was bei meinem Sohn spielzeugtechnisch gerade angesagt ist (und mich entweder begeistert oder komplett in den Wahnsinn treibt)… Nachdem wir in diesem August eine Woche mit der AidaPrima unterwegs waren, sind momentan natürlich Schiffe und eifrig gesammelte Mitbringsel aller Art angesagt. Da es von Siku noch kein Modell der AidaPrima gibt, wurde wieder das Modell der AidaLuna rausgekramt. Das haben wir nach unserer ersten Aida-Reise im Spielzeuggeschäft gekauft. Um die 13 Euro hat es damals gekostet und wurde seitdem seeehr oft bespielt. Es gab zwar auf der Prima ein Modell im Bord-Shop zu kaufen, allerdings nur mit Sockel und für 40 Euro…äh nö. Das große Schiffsmodell ist die Titanic aus Holz, die wir auf unserem Lieblingsflohmarkt Immenhof hier um die Ecke ergattert haben. Der Mann, der es verkauft hat, hat uns im Vorbeigehen angesprochen und es für 1,50 Euro verramscht. Ich glaube, er wollte das Ungetüm einfach nur noch loswerden…aber mein Sohn liebt das Schiff! Und nun kommt dazu, dass wir mit der Prima ja auch in Southhampton waren …

Familotel Landhaus Averbeck:
Natur pur!

Durch Zufall sind wir auf das Familotel Landhaus Averbeck in der Lüneburger Heide gestoßen. Und was soll ich sagen: Das verlängerte Wochenende dort war einer der schönsten Kurzurlaube, den ich je gemacht habe. Eingestellt hatten wir uns auf eine Art Bauernhof – aufgeschlagen sind wir dann in einem toll restaurierten Landhaus mit jeder Menge Tieren. Mehrere kleine Appartementgebäude fügen sich um die Hauptgebäude ein, dazwischen Stallungen, Spielplätze und richtig viel Natur. Unser Appartement hatte zwei Zimmer, einen Balkon und war ziemlich stylish eingerichtet.     Ganz schön lecker… Angeboten wurde Vollpension in Form von Buffets, das Essen war extrem lecker mit vielen regionalen Produkten. Auch vegetarische und vegane Gerichte waren im Angebot. Zubereitet wurden die Speisen in einer offenen Küche und direkt nebenan im schön gestalteten “Landlümmels Restaurant” serviert. Getränke konnten eigentlich fast immer kostenlos im Restaurant eingenommen werden, und in jedem Appartementkomplex befand sich ein kleiner Raum, in dem man sich verschiedene Getränke mit aufs Zimmer nehmen konnte. Der Kaffee bzw. der Latte Macchiato war super, und ich habe diesbezüglich ziemlich hohe Ansprüche! Ideal …

Wir machen
Cluburlaub in
Timmendorf!

Zu schicki mit Kind: Timmendorf hatte ich eigentlich seit Jahren hinter mir gelassen. Denn seitdem mein Sohn auf der Welt ist, bin ich bekennender Grömitz-Fan. Doch für den geplanten Besuch im Hansapark bot sich Timmendorf als perfekter Ausgangspunkt an, und so fielen wir in das Maritim Clubhotel ein. Mjoah … von Außen ist das Hotel ein Klotz.  Weit sichtbar auf einer Anhöhe am Ortsrand gelegen, aber in ruhiger Lage im Wald – und nur ein paar hundert Meter von der Ostsee entfernt. Und die Aussicht ist unschlagbar! Wir hatten ein Zimmer in der vierten Etage mit Meerblick. Vor allem der Sonnenauf- sowie Untergang war wirklich wunderschön… Schwimbad und Kindercocktails Das Hotel bietet einen Außenpool und ein innenliegendes Schwimmbad. Beide sind – wie das gesamte Hotel – sauber, aber ein bisschen in die Jahre gekommen. Es ist dem Komplex anzumerken, dass es das älteste Maritim-Hotel in Deutschland ist. Das tat dem Service und dem Angebot aber keinen Abbruch, im Gegenteil – alle, mit denen wir im Hotel Kontakt hatten (Rezeption, Service etc), waren sehr freundlich, hilfsbereit …

Berlin, ick liebe dir:
Novotel am Tiergarten

Acht Jahre – ein perfektes Alter, um zum ersten Mal den Boden der Hauptstadt zu betreten! So haben wir uns im vergangenen November für ein paar Tage aufgemacht ins aufregende Berlin. Mein Anspruch an das Hotel: Zentral, aber ruhig. Fündig geworden bin ich beim Novotel Berlin am Tiergarten. Die Lage: nah an der S-Bahn, aber dennoch recht ruhig gegenüber dem Tiergarten gelegen. Wir haben ein Familienzimmer gebucht, das mit einem Doppelbett und einer Schlafcouch geräumig und gemütlich war. Aus dem Fenster konnten wir auf die S-Bahn-Gleise schauen (gehört haben wir durch die gut isolierten Scheiben nichts), und mein Sohn ist morgens aus dem Bett gesprungen und hat fasziniert die ein- und ausfahrenden S-Bahnen beobachtet. Das 4-Sterne-Hotel wirbt explizit mit Familienfreundlichkeit – beim Einchecken gibt es ein kleines Geschenk und im Erdgeschoss können sich die Kinder im Spielzimmer mit unter anderem einer XBox die Zeit vertreiben. Das Frühstück war auch gut, alles da und vielfältig. Besonders schön: Der Blick auf die Straße des 17. Juni. Dort findet- direkt vor dem Hotel – jeden Samstag und Sonntag …

Auf eigene Gefahr:
Polizeimuseum Hamburg

Eure Kinder spielen gern Detektiv? Möchten gerne mal Streifenwagen fahren oder Polizeihubschrauber fliegen? Dann dürfte ein Ausflug ins Polizeimuseum das Richtige sein. Schon der Zugang zum sicherheitsüberwachten Gelände der Akademie der Polizei Hamburg ist aufregend für die Kleinen: Kurz hinter dem Tor zum Gelände im Stadtteil Alsterdorf sitzen Beamte, bei denen der Ausweis vorgezeigt werden muss – erst dann wird der Besucherausweis ausgehändigt. Innen befindet sich auf mehreren Etagen alles, was das kleine (und auch große) Kriminaler-Herz begehrt. Geöffnet für Besucher ist das Museum übrigens seit 2014. Pistolen! Messer! Unter den Gegenständen aus 200 Jahren Geschichte der Polizei Hamburg befindet sich eine Auswahl von Dienstpistolen und Messern. Eine neuere Pistole dürfen die Kinder sogar in die Hand nehmen. Auch eine echte Revierwache kann erkundet werden – samt Gefängniszelle. Wie haben auch erfahren, wie Spuren sichtbar gemacht werden und was diese am Tatort über den Täter verraten. Auch Mitmachaktionen wie ein Phantombild erstellen und Fingerabdrücke machen fand mein Sohn spannend. Fahrt im Streifenwagen Richtig cool: In einem echten Streifenwagen konnte er eine virtuelle „Blaulicht“-Fahrt unternehmen, die …

Strand-Feeling im Beach Hamburg

Karibik-Flair abseits der großen Beach-Clubs an der Elbe: Das Freibad Beach Hamburg in Wandsbek bietet feinen Sandstrand, Strandkörbe, eine coole Rutsche und einen großen Wasserspielbereich. Wie fast überall sichert auch hier frühzeitiges Erscheinen die besten Plätze, am besten gleich mit Öffnung um 10 Uhr. In dem Becken mit der großen Wasserrutsche lassen sich  dann in Ruhe noch ein paar Bahnen ziehen. Die Wasserrutsche ist cool und vor allem riesig, mein Sohn zischt dort gefühlte hundert Mal hintereinander runter. Für das Eis, den Kaffee oder die Pommes zwischendurch gibt es einen Kiosk, die Preise dort sind recht annehmbar. Der Eintritt übrigens auch: Kinder zahlen 1,50 Euro, Erwachsene 3 Euro. Auf einer großen Wiese hinter den Becken kann man seinen Sonnenschirm aufstellen oder es sich im Schatten gemütlich machen. Wir versuchen immer einen Strandkorb am Rande des Sandspielplatzes zu ergattern – von dort habe ich meinen Sohn gut im Blick und es ist nicht so trubelig wie auf der Liegewiese.   s Vor dem Spielplatz ist noch ausreichend Platz, um im Sand ein bisschen Fußball zu spielen. …

Dorfhotel Sylt:
Zwischen Watt und Dünen

Nachdem wir im Herbst 2015 schon mal eine tolle Zeit auf Sylt verbracht haben, wollten wir unbedingt noch mal im Frühling hin. Im März war es endlich soweit! Für uns Hamburger ist die Anreise unkompliziert, und wenn nur knapp eine Viertelstunde entfernt vom Bahnhof Westerland das Dorfhotel Sylt in Rantum in Sicht kommt, spätestens dann beginnt für uns der Urlaub. Hinten das Watt, vorne das Meer! Dazwischen das Haupthaus und der Appartementkomplex mit Spielplätzen, einem Kinderclub und dem Schwimmbad. Dort können auch Wellness-Anwendungen gebucht werden, ein netter Spa-Bereich steht ebenso zur Verfügung. Ein Dorfladen bietet Getränke, Süßes, Zeitungen, eine kleine Lebensmittelauswahl, Eis und morgens frische Brötchen. Wer mittags Hunger hat oder nicht am Buffet teilnimmt, kann in einem netten Restaurant essen gehen oder zum Beispiel Burger mit Pommes in einem kleinen Bar-Bistro bestellen. Drei Spielplätze gibt es auf dem Gelände, plus ein eigenes Haus für den Kinderclub mit umzäuntem Spielbereich für die Kleinsten. Die Appartements sind nett eingerichtet und auf jeden Fall ausreichend mit kleiner Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad. Die zugehörige Terrasse haben wir …

Das Dilemma der Working Moms

Wenn Sarah Jessica Parker im Film “Working Mum” durch ihren Alltag hetzt und versucht, Kinder-Erziehung, Job und Beziehung unter einen Hut zu bringen, dann ist das lustig und charmant. Vielleicht auch nett anzuschauen. Spätestens, wenn sie am Ende ihre Arbeitszeit von 60 auf 40 Stunden reduziert und ihrem perfekten Mann samt perfekten Kindern in die Arme fällt, dann ist spätestens eines klar: Meine Realität sieht irgendwie anders aus. Seit mittlerweile fünf Jahren versuche ich, Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen. Es gelingt mir mal mehr, mal weniger gut. Angespannt bleibt die Situation aber immer. Nach der Elternzeit bin ich mit 18 Stunden, verteilt auf drei Tage, wieder eingestiegen, das war recht gut zu meistern. Im Laufe der Zeit – und nach einem Jobwechsel – wurden es mehr Stunden und entsprechend mehr Stress. Auch wenn ich nicht Vollzeit arbeite (Respekt an alle, die das schaffen), so bleibt der Alltag doch eine logistische Herausforderung. Denn den Supergau kennt jede berufstätige Mutter: Erst im Laufe der Nacht bzw. morgens wird klar, dass es heute definitiv nichts …