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Berge, Seen, Almen:
Tirol wir kommen

Strand, Städtereisen, Kreuzfahrten – nur in die Berge haben wir es zusammen irgendwie noch nicht geschafft. Zumindest nicht höher als die 760 Meter in Winterberg. Da wir Fans der Familotels sind (unser Urlaub im Familotel Landhaus Averbeck ), fiel die Wahl auf das Familotel Kaiserhof im österreichischen Berwang. Auf 1367 Metern, im Tal vor der Zugspitze! Neun Stunden Bahnfahrt und jede Menge Ohrenknacken später bot sich uns dieser Anblick:

Das Familotel Kaiserhof

Der Stil des Vier-Sterne-Hotels: Rustikal-gemütlich…

 

Blick vom Zimmerbalkon

Schnell wurde klar: Für Kinder wird in dem Hotel jede Menge geboten. Die Kleinsten werden im “Babyland” betreut, die Größeren können sich im Indoor-Bereich des “Kinderlandes” an der Kletterwand oder auf den Bodenmatten austoben, im Kinderkino chillen oder malen und basteln. Für die Teens wird unter anderem eine Playstation und Airhockey geboten. Aaaaber: Das Urlaubsleben in Berwang spielt sich – gutes Wetter vorausgesetzt – eh überwiegend draußen ab. Mit dem Kinderclub finden geführte Wanderungen statt oder Thementage mit Schatzsuche etc.

Im Garten finden sich ein Spielplatz mit Riesen-Trampolin, Kleintiergehege, Wasserspielen und Sandkasten. Der Renner war eine Art GoKart-Bahn mit verschiedenen Fahrzeugen. Ideal für die Erwachsenen: Die Bänke rundherum. Oft habe ich mir nach dem Essen einen Kaffee mit nach draußen genommen und einfach nur den Blick auf die Berge genossen.

Mit seinen neun Jahren hat mein Sohn sich natürlich frei im Hotel und auf dem Gelände bewegt und schnell Anschluss gefunden. Auch alle Mitarbeiter waren sehr kinderfreundlich, und die Hotel-Besitzer haben sich immer mal wieder Zeit für einen Plausch genommen.

Nach einem Tag in den Bergen haben wir am späten Nachmittag gerne noch mal einen Abstecher in das Hotelschwimmbad gemacht. Es gab ein Hallenbad und einen Außenpool, der je nach Wetterlage überdacht werden konnte.

Toll für die kleineren Kinder war, dass immer mal wieder die Maskottchen vorbei geschaut haben: Happy vom Familotel und Bärtram aus dem Hotel.

Beim Essen setzt das Hotel auf das All-Inklusive-Konzept: Frühstück, Mittagessen, “Nachmittagsjause” und Abendessen sind ebenso inklusive wie sämtliche nicht-alkoholischen Getränke tagsüber. Und Eis gibt es natürlich auch.

Wie immer in einem Familotel ist für jede Familie immer der gleiche Tisch reserviert. Ein tolles Konzept, das für deutliche Entspannung sorgt. Am Buffet war für jeden etwas zu finden, zumal es spezielle Kindergerichte gab.

Gut angekommen ist auch die Möglichkeit, sich morgens beim Frühstück für den Tag einen eigenen Picknick-Korb zusammenzustellen.

 

Was wir außer essen sonst so gemacht haben? Das sind unsere schönsten Erlebnisse in und rund um Berwang:

 

 

 

 

 

1. Mit dem Lift auf die Alm

Ich habe keine Höhenangst, aber als Norddeutsche sind Sessellifte nicht mein bevorzugtes Transportmittel – zumal ich auch kein Wintersportler bin. Am ersten Urlaubstag haben wir uns natürlich trotzdem auf den Weg gemacht Richtung Almkopf, der fußläufig zum Hotel über 1.800 Meter in die Höhe ragt. War auch gar nicht schlimm…

Oben angekommen auf der Heiterwanger Hochalm kann man einkehren und die Aussicht genießen. “Lena Lorenz”, “Bergdoktor” und “Heidi” lassen grüßen…

Von der Alm aus hat man zwei Möglichkeiten: Entweder wandert man noch rund 30 Minuten auf den Gipfel, den Almkopf, oder direkt zurück ins Tal. Der Fußweg nach Berwang ist in rund 45 Minuten zu schaffen, gewandert wird auf Waldwegen und etwas steileren Steinpfaden. Auch für Kinder ist das sehr gut zu schaffen – Wanderschuhe mit ordentlich Profil vorausgesetzt. Unterwegs gibt es jede Menge zu entdecken. 

Und auf einmal läuft man den Jakobsweg

2. Heiterwanger See: Bergsee mit Kristall-Wasser

Auch ganz oben auf unserer Liste stand der Besuch eines Bergsees. In der Nähe von Berwang liegt der Heiterwanger See. Mit dem Bus, den wir mit unserer Gästekarte vom Hotel kostenlos nutzen konnten, mussten wir nur circa 15 Minuten fahren. Der Anblick: atemberaubend. Das Wasser: kristallklar, grün-blau, umgeben von steil aufragenden Bergen.

An einer netten Badebucht haben wir uns die ziemlich kalten Fluten gestürzt. Später sind sind dann später zum Ausgangpunkt zurück gewandert, dort gab es auch eine Anlegestelle für einen Ausflugdampfer, der über den See sowie den angeschlossenen Plansee fährt.

3. Highline179 und Burgenwelt Ehrenberg

405 Meter lang, 112 Meter hoch: für die Hängebrücke Highline179 in Reutte sollte man einigermaßen schwindelfrei sein. 2016 erbaut, überquert die Brücke die Fernpass-Bundesstraße (B179). Der Eintritt kostete 15 Euro. Auf der anderen Seite thront die Burg Ehrenberg. Mitte der Brücke hat es ziemlich geschaukelt – aber wollen wir den Schweizern mal vertrauen (die haben die Brücke gebaut), die müssen Zuhause ja auch ziemlich viele Schluchten überqueren.

Die Burg lässt sich besichtigen, ebenso wie das Ritter/Mittelalter-Museum. Lösen Kinder dort verschiedene Rätsel, werden sie am Ende zum Ritter geschlagen. Mein Sohn fands cool…

4. Ausflug mit der Bimmelbahn ans “Ende der Welt”

Dort, wo sich das Tal zu einer Schlucht verengt, vorbei am teils ungesicherten Grund, und alles mit einer Bimmelbahn: Die Herausforderungen rissen im Urlaub einfach nicht ab. Aber da wir mit “Benno” schon unzählige Male durch Grömitz gefahren sind, mit “Carolinchen” durch Boltenhagen und auch ansonsten mit jeder Bimmelbahn, gehörte das natürlich auch auch in Tirol zum Pflichtprogramm!

Blick aus der Bahn

Ach, aber irgendwie war es auch lustig. Die Fahrt ging zum Naturerlebnisweg Mitteregg mit Wasserspielen, Hangrutsche und Goldwaschen. Richtig gut kam auch die lange Holzkugelbahn an.

5. Mit der Gondel auf die Zugspitze

Wie so oft kommt das Beste zum Schluss. In diesem Fall auch das Höchste. Und deshalb wollte ich Sicherheitsfanatiker den Ausflug auf die Zugspitze auch erst am Ende des Urlaubs machen. Erst das Höhentraining auf 1.400 Metern! Für uns Flachländler ist es praktisch egal, ob Zugspitze oder Nanga Parbat – hinter Dortmund fangen die Ohren an zu knacken.

Der Spaß ist allerdings ein recht teurer: Knapp 60 Euro kostete uns zwei die Berg- und Talfahrt. Eine vierköpfige Familie ist da schnell mal 115 Euro los. Trotzdem lohnt es sich: Die Fahrt mit der Gondel, in die rund 80 Personen passen, legt innerhalb von zehn Minuten einen Höhenunterschied von rund 1.600 Metern zurück – es geht also ziemlich steil bergauf.

Oben auf der Zugspitze war dann auch einiges los: Restaurants, ein Museum, Souvenir-Shop und jede Menge Touristen. Voll ist es aber wohl zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter, so berichteten uns die Tiroler. Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall – der Blick ist atemberaubend!

Fazit: Für uns war es sehr ungewohnt, keinen freien Blick zu haben, sondern immer einen Berg vor der Nase…Aber: Die Landschaft ist wunderschön, und auch in das Hotel würde ich wieder fahren. Ein toller Urlaub!

2 Kommentare

  1. Von meinen Freunden habe ich gehört, dass Tirol sehenswert ist. Es ist ein guter Tipp für unsere Sommerreise. Hoffentlich wird die auch zu einem spannendem Erlebnis für uns alle. Vielen Dank für die Anregung!

  2. Das klingt bzw. liest sich nach einem sehr schönen Urlaub. Gerade Österreich und die Alpen kann man sehr gut mit der Familie machen. Wir mögen Familienhotels auch, würden aber ein Ferienhaus bevorzugen. Letztes Jahr waren wir in Neukirchen mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Super Landschaft und sehr erholsam, absolute Empfehlung!

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