Alltag
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Neulich im
Minimalismus-
Blog…

Ich liebe Minimalismus-Blogs. Oder noch besser: Minimalismus-Videos auf YouTube. Es ist faszinierend, wie dort geräumt, entsorgt, in Kategorien wegsortiert und neu geordnet wird. Nicht dass ich nicht ordentlich bin, nein, ich mag es auch gerne, wenn nicht zu viel Unnützes rumsteht. Wenn alles seinen Platz hat.

Aber immer, wenn ich nach einem Beitrag oder Video zum Thema Minimalismus motiviert ans Werk gehe, stoße ich schnell an meine Grenzen: Kann das wirklich weg? Hat doch mal Geld gekostet! Soll ich das entsorgen? Aber was ist wenn… oft war es so, dass ich Dinge, die ich ein paar Wochen zuvor euphorisch fast entsorgt hätte, dann wirklich gebraucht habe – und in dem Fall froh war, es nur bei der Absicht belassen zu haben. Dabei stellt sich ja die Frage: Brauche ich wirklich 13 Vasen (hab mal durchgezählt)? So viele Kisten und Schubladen mit Krims-Krams? Auch die schlechten Bücher in meinem Regal?

Die Suche nach einer Antwort führte mich auch zu einem Hype im Netz, der „Konmari-Methode“. Eigentlich finde ich Marie Kondos Ansatz sinnvoll, nur die Dinge zu behalten, die Freude bereiten und glücklich machen. Aber wenn ich mich dann wieder durch die ganzen Blogs zum Thema Minimalismus klicke, denke ich oft „nein, tu das nicht, behalte es“. Da wird mitunter Besteck ausortiert, und jeweils nur noch vier Gabeln, Messer und Löffel behalten. Und wenn mal Besuch kommt? Der Traummann vor der Tür steht, er aber ganz viele Freunde oder schon drei Kinder hat, die auch mal mit Besteck essen wollen? Dann soll alles neu gekauft werden? Das kann ja wohl nicht im Sinne des Minimalismus-Erfinders sein.

 

Gerade mit einem Kind im Haushalt finde ich es toll, zur passenden Gelegenheit die passende Kiste, Schublade oder Dose zu öffnen. „Mama, hast du mal ’ne Kordel?“, “ ’ne kleine Schatulle“, „was zum Aufschrauben?“…jaaaa, hab ich!

Und trotzdem bin ich stets aufs Neue fasziniert, wie die ganzen YouTube-, Instagram- und Sonstwas-Mamas es schaffen, diesen cleanen Chic umzusetzen (zuminest für das Video oder das Foto). Und dieses vielgepriesene Gefühl kenne auch ich: Wird der Keller endlich mal entrümpelt, fühlt es sich danach großartig an. Vielleicht werden wir ja doch noch Freunde irgendwann, der Minimalismus und ich…

 

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