Reisen, Berlin
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Scandic am
Potsdamer Platz – plus Ausflugtipps

Als idealen Ausgangspunkt für unseren Berlin-Besuch haben wir diesmal nach einem netten Hotel am Potsdamer Platz gesucht. Die Wahl fiel auf das Scandic: Preis, Lage, Kinderfreundlichkeit – schien alles zu passen.

Das Hotel einer skandinavischen Kette ist im cleanen Ikea-Style eingerichtet, viel Weiß also und Elche an jeder Ecke. Das Zimmer war geräumig und hübsch, mit Holzfußboden und sehr bequemen Betten.

Skandinavien in Bildern auf dem Hotelflur

Die Decke im Fahrstuhl – inklusive Vogelgezwitscher vom Band

Das Spielzimmer

Auf der dritten Etage – neben dem Frühstücksrestaurant – befindet sich ein Spielzimmer für Kinder. Und da hat einer mitgedacht: Fernseher und Playstation stehen in einem Schrank, der von einem Mitarbeiter aufgeschlossen werden muss.

 

Das Frühstücksbuffet

Die Auswahl morgens ist riesig. An verschiedenen Stationen und Themenbereichen wird eigentlich alles geboten, was zu einem ausgiebigen Frühstück gehört. Mit vielen frischen Produkten und keinen Plastikverpackungen. Sehr süß: Auf einem kleinen Kinderbuffet mit eigenem Kindergeschirr konnten die Kleinen sich selbst bedienen bei Waffeln, Würstchen, Frikadellen, Grütze und Co.

Entspanntes Frühstück mit großer Auswahl

Ein Extra-Bereich nur für die Kleinen

 

Wir haben natürlich nicht nur das Hotel genossen, sondern auch einige schöne Dinge unternommen. Hier kommen fünf Tipps von uns für Unternehmungen mit Kindern rund um den Potsdamer Platz.

1. Lego Discovery Center

Nachdem wir es beim letzten Berlin-Besuch im vergangenen Jahr (hier gehts zum Bericht) nicht ins Lego Discovery Center geschafft haben, stand die Unternehmung ganz oben auf dem Zettel. Direkt am Sony Center ist die riesige Lego-Giraffe schon aus weiter Ferne zu sehen – so wie die Schlange vor dem Eingang. Wir hatten online vorab Karten gebucht, mit denen wir einiges gespart haben und uns an der VIP-Schlange anstellen konnten (zur Seite). So haben wir nur zwei oder drei Minuten gewartet!

Vorab: Man darf nicht so etwas wie das Legoland erwarten. Es ist eher ein großer Indoor-Spielplatz mit vielen Themenbereichen. Als erstes geht man auf das Miniland zu. Gezeigt wird Berlin im Kleinformat, erbaut aus zwei Millionen Legosteinen. Per Interaktion (ähnlich wie im Miniatur-Wunderland in Hamburg wird ein Knopf gedrückt) fällt zum Beispiel die Berliner Mauer um. Danach folgt die Drachenbahn, eine Art Geisterbahn, die aber sehr gemächlich durch die Gegend zuckelt. Zweimal wird der Wagen per Lift nach oben und unten gefahren – das fand mein Sohn richtig cool.

Dann kommen ein paar Bau-Stationen, eine Dino Explorer-Landschaft und natürlich immer wieder große Lego-Figuren.

Auf jeden Fall besuchen solltet Ihr das 4-D-Kino. Die Lego-Filme sind nur zwölf Minuten lang, und zusätzlich zum 3-D-Effekt bekommt man noch Wind, Regen und Schnee ins Gesicht. Wir haben uns gleich zwei Filme angesehen! Gefahren sind wir auch mit dem „magischen Karussel“. Je schneller man dort in die Pedalen tritt, desto höher steigt die Gondel.

Dann folgten noch Bereiche zu Lego Friends und Ninjago. Cool ist dort das Laserlabyrinth. Wer danach eine Pause braucht, kann sich ins Café setzen und den Kleinsten im Lego-Duplo-Spielbereich zuschauen. Die Größeren können über die Klettergerüste turnen.

Achtung Quengelgefahr: Am Ausgang befindet sich ein Lego-Shop. Günstiger sind die Sachen dort aber leider nicht.

Fazit: Für uns hat sich der Besuch gelohnt, es war cool! Vor allem das 4-D-Kino und die Drachenbahn haben meinen Sohn begeistert. Empfehlenswert ist der Besuch ab vier Jahren.

2. Brandenburger Tor

Nur einen kleinen Fußmarsch vom Potsdamer Platz entfernt (ca. 700 Meter) liegt das Brandenburger Tor – ein Muss für den ersten (oder zweiten) Berlin-Besuch, oder? Hier kann dann das obligatorische Familienfoto gemacht werden. Zu sehen gibt es auch drumherum viel, Menschen in schrägen Kostümen etwa, die für Fotos posieren. Etwas ältere Kinder freuen sich vielleicht auch über ein paar Geschichten rund um das Bauwerk: Etwa, dass die Skulptur auf dem Tor, die Quadriga, mal von Napoleon gestohlen wurde. Oder dass das Tor das einzig noch erhaltene Stadttor Berlins ist.

Fazit: Ein Muss für den Berlin-Besuch!

3. Madame Tussauds

Nach so viel Geschichte ist dann wieder purer Spaß angesagt. Nur ein paar Minuten entfernt befindet sich das berühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds. Geordnet nach Themenbereichen (unter anderem Sport, historische Persönlichkeiten und Promi-Party) kann man neben den Berühmtheiten posieren und sie auch anfassen.

Besonders interessant fand mein Sohn natürlich den Bereich „Star Wars“

 

Trumpi war gerade neu aufgestellt…

…und die Bibi war auch da!

Fazit: Im Grunde ist es eine große Foto-Sause: Jeder macht Fotos mit jedem, knipst Selfies oder fotografiert die Familie mit dem liebsten Wachs-Promi. Mein Sohn fand es cool!

 

4. Entlang der Mauergeschichte

Ich denke ab dem Schulalter kann man Kindern verständlich erklären, was es mit der Mauer auf sich hatte. Mein Sohn fand schon beim ersten Berlin-Besuch die Idee einer Teilung durch die Mauer verwirrend und guckte erstaunt auf die Überbleibsel.

Los gehts am Potsdamer Platz mit dem ausgestellten Mauerrest. Ich hab mir ein paar Bilder aufs Handy geholt und wir haben fasziniert verglichen, was sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Es stand ja nach dem Krieg nur noch ein Haus auf dem Platz („Haus Huth„), das noch heute erhalten ist. In einer Seitenstraße – und damit nur einen Katzensprung entfernt – geht es dann weiter: In der Erna-Kabel-Straße befindet sich einer der letzten erhaltenen Wachtürme der DDR, der nun unter Denkmalschutz steht. Wenn man vorher online nach den Öffnungszeiten schaut (zur Seite), kann man auch nach oben klettern und durch die kleinen Fensterluken einen Rundum-Blick wie einst die Grenzsoldaten wagen.

 

Weiter geht es zurück in Richtung Stresemannstraße und dann entlang am Mauerweg. Eingelassen in den Boden ist eine Pflasterstein-Linie, die den Verlauf der Mauer zeigt. An jeder Ecke sind dort Schaubilder mit Informationen (auch mit Ton) zum Beispiel über Familien, die geflohen sind. Mein Sohn war fasziniert von der Geschichte eines Jungen, der mit seinen Eltern an der gezeigten Stelle per Seilwinde über die Mauer geflohen ist. Geschichte pur! Dann geht es immer weiter geradeaus ein paar hundert Meter zum legendären ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie.

Fazit: Die Strecke ist abwechslungsreich und mit Pausen auch für kleinere Kinder machbar!

5. Shopping (natürlich auch Spielzeug!!)

Nach so viel Erlebtem bringt es Spaß, einfach mal durch die Geschäfte zu bummeln. Direkt am Potsdamer Platz bzw. nur einen kleinen Spaziergang entfernt liegen zwei große Einkaufszentren: Die Shopping Arkaden und die Mall of Berlin. Die Arkaden bieten auf drei Etagen rund 130 Geschäfte und Restaurants. Unten ist ein Rewe, dort haben wir uns unter anderem mit Getränken eingedeckt. Für die Kleinen ist im Untergeschoss auch ein Spielzeuggeschäft (Spiele Max).

Nur ein paar Meter entfernt vom Potsdamer Platz, am Leipziger Platz, befindet sich die vor drei Jahren eröffnete Mall of Berlin. Das Center ist riesig, wir konnten uns gar nicht ganz durchkämpfen. Denn 300 Geschäfte sind dann selbst mir zu viel. Für Kinder interessant sind bestimmt der Playmobil Fun Store, Toys“R“Us und ein Steiff-Laden. Oben ist ein Food-Bereich mit vielen Restaurants und Cafes.

Fazit: In Berlin lässt es sich hervorragend shoppen. Ich finde ja, dass die Geschäfte immer leerer sind als in Hamburg und dass die Auswahl viel größer ist. Auf jeden Fall ist es ein nettes Kontrastprogramm zum Sightseeing!

Ihr habt Berlin auch schon einen Besuch abgestattet oder wohnt sogar in der Hauptstadt? Schreibt mir doch mal, was ihr dort mit Kindern unternommen habt!

 

 

 

 

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